Ich nutze bereits seit längerem für mein heimisches WLAN UniFi-AccessPoints von Ubiquiti (Unifi AP AC Pro, also 802.11ac-fähige AccessPoints, die im 5GHz bis zu 1.3GBit/s brutto schaffen). Der Wechsel von AVM Fritz dazu ist mir damals recht leicht gefallen, weil ich es mit den Fritz-Sachen einfach nicht hinbekommen habe, ein stabiles und performantes WLAN in unserer Wohnung aufzubauen (wir müssen Wunder-Stahlbeton-Decken haben) – und das trotz der ganzen neuen Mesh-Features. Aber dazu woanders mehr.

Mit einem Update der Controller-Software der UniFis hat Ubiquiti offenbar eine neue Option zur Performance-Steigerung eingeführt, die aber zu einigen Problemen in meinem Netzwerk geführt hat – u.a. mit Zwift: Die Zwift Companion App konnte nicht mehr dazu genutzt werden, während des Zwiftens Zwift auf dem PC zu steuern. Also, die Grundfunktionen der App gehen schon, nur halt die Steuerung der aktuell laufenden Zwift-Session ging nicht mehr.

Die neue Option, um die es sich dreht, ist in der Controller-Software unter Settings|Wireless Networks|Actions,Edit|Advanced Options|Multicast and Broadcast Filtering zu finden. Hier ist der Haken bei “Block LAN to WLAN Multicast and Broadcast Data” gesetzt. Dies wird wohl von Unifi zur Performance-Steigerung eingesetzt, da zu viele unnötige Broadcasts die WLAN-Performance drücken. Leider nutzt die Companion App offenbar genau diese Broadcasts (oder Multicasts), um mit der PC-Anwendung von Zwift zu kommunizieren.

Ich habe also sowohl das Handy mit der Companion App als auch den Rechner, auf dem Zwift läuft, auf die Ausnahmeliste gesetzt, und siehe da, es läuft.

Ich hab es mir jetzt natürlich einfach gemacht und einfach alle Geräte in meinem WLAN, die die Companion App ausführen, und alle, die Zwift laufen lassen, hinzugefügt. Wenn ich mal ein bisschen mehr Zeit habe probiere ich aus, ob es evtl. auch ausreicht, nur eine der beiden Parteien auf die Ausnahmeliste zu nehmen (also Handy oder PC).

Die selbe Funktion scheint übrigens auch dazu zu führen, dass Sonos-Boxen nicht mehr richtig mit der App kommunizieren. 😉 (Lösung ist hier ebenfalls die Ausnahmeliste)